Projektbericht: Durchführung eines länderüber-greifenden Industrie 4.0 Assessments

Ein praxis-orientierter Ansatz zur vergleichenden Bestimmung des digitalen Reifegrades an mehreren Fertigungsstandorten

Die Herausforderung bei einem international tätigen Automobilzulieferer bestand in der vergleichenden Analyse des digitalen Reifegrades in der Fertigung, um hieraus einen Ansatz für seine Digitalisierungsstrategie abzuleiten. Im Betrachtungsumfang waren die operativen Bereiche Produktion, Montage, innerbetriebliche Logistik, Qualitätssicherung und Wartung der Anlagen. Das Endprodukt besteht an einem der Standorte aus komplexen Geometrien mit unterschiedlichen Materialkombinationen und Verbindungstechniken, an anderen Standorten jedoch aus großen Geometrien ohne komplizierten Materialmix. Die betrachteten Fertigungsstandorte verteilen sich auf zwei Kontinente, vier Standorte und drei Länder.

Methodischer Ansatz
Zusammen mit unserem Kunden wurde ein Ansatz definiert, der eine standort-übergreifende Vergleichbarkeit herstellt. Hierbei sind sowohl vorhandene Digitalisierungsinitiativen wie auch fehlende Voraussetzungen im Prozessmanagement, den Organisationsstrukturen, der IT und Systemarchitekturen zu erfassen. Dies dient der späteren Ableitung einer zukünftigen digitalen Ambition und seinen Handlungsprinzipien.

Ausgangspunkt ist das von Capgemini entwickelte Industry 4.0 Digital Maturity Assessment (DMA). Dieses ermöglicht eine schnelle Einschätzung des digitalen Reifegrades in den unterschiedlichen operativen Bereichen eines Unternehmens. Mittels standardisierter Fragebögen, 1:1 Interviews und vor-Ort Begehungen entlang des Materialflusses wird eine detaillierte Analysemöglichkeit geschaffen, welche die gestaltenden Dimensionen (Prozesse, IT / Technologien, Organisation und Menschen) erfasst und bewertet. Das am Standort gefertigte Produktportfolio wird hinsichtlich seines betriebswirtschaftlichen Beitrages ebenso berücksichtigt wie digitale „Leuchttürme“, ihre Verbreitung im Unternehmen und deren potenzieller Nutzen.

Vorgehensweise
Um das Ziel einer neutralen und fundierten Analyse zu erreichen, wurden Interviewpartner aus dem Management, Experten, sowie Unterlagen und Dokumente vor den vor-Ort Begehungen systematisch angefragt. Die 360°-Analyse gleicht Eigen- und Fremdwahrnehmung ab, verbessert das gegenseitige Verständnis und dient der gemeinsamen Ableitung von Maßnahmen als Grundlage für die zukünftige digitale Transformation. In allen Gesprächen und Umfragen wurden die vier gestaltenden Dimensionen in allen operativen Bereichen angewandt und gleichermaßen erfasst und bewertet.

Mit Hilfe der vier Säulen zur Vorgehensweise ergibt sich eine Übersicht über die wesentlichen Ergebnisse, welche die Basis für die Entwicklung des zukünftigen Zielbildes schafft. Dabei hat eine Einbettung in die vorhandene Unternehmenskultur und das vorherrschende Geschäftsmodel so zu erfolgen, dass dieses strukturiert erweitert und mit Hinblick auf den steigenden Digitalisierungsgrad in den operativen Bereichen verändert wird.

Zielbild und Maßnahmen
Gemeinsamen mit dem Kunden wurde ein digitales Zielbild entworfen, das alle vier betrachteten operativen Bereiche umfasst und die entsprechenden Schwerpunkte je Standort berücksichtigt. Als weitere Arbeitsgrundlage für die nächste Projektphase dient die gemeinsam erarbeitete Ambition und begleitende Leitlinien der Führungsebene. Die im Industrie 4.0 Assessment gewonnenen Erkenntnisse wurden mit Maßnahmen versehen und in einen groben 5-jährigen Zeitplan überführt. Dessen Ausgestaltung ist nun Bestandteil der anstehenden Projektphase.


Möchten Sie in Ihrem Unternehmen einen praxis-orientierten Ansatz zur Bestimmung des digitalen Reifegrades an einem oder mehreren Fertigungsstandorten durchführen und daraus Ihren unternehmensspezifischen Digitalisierungsansatz ableiten? Gerne erarbeiten wir mit Ihnen gemeinsam einen für Sie passenden Ansatz und finden die bestmögliche Vorgehensweise anhand Ihrer Ausgangsituation und Ihres technologischen Reifegrades.


Ansprechpartner: Sven Dahlmeier
E-Mail: sven.dahlmeier@capgemini.com


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